Die Musikklasse

 

Informationen zum Projekt

Die Immanuel-Kant-Schule entwickelte 2002 ein ganz besonderes Unterrichtsprojekt - die Musikklasse. Mittlerweile sind wir eine Schule mit musikalischem Schwerpunkt und viele Schulen in Hessen und Rheinland-Pfalz kamen zur Hospitation, übernahmen unser Modell der Musikklasse oder orientierten sich daran.
Die nächste Musikklasse startet wieder im Schuljahr 2018/19, d.h. sie wäre interessant für Kinder, die im Moment in die 4. Klasse gehen.

Die aktive Beschäftigung mit Musik ist für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern sehr wichtig. Fähigkeiten wie Konzentration, Koordination und Kooperation werden in hohem Maße gefördert und wirken sich auch günstig auf viele nicht-musikalische Bereiche aus. Gleichsam nebenbei trainiert das Musizieren auch noch weitere Schlüsselfähigkeiten wie zum Beispiel das sichere Auftreten vor einer Gruppe oder den gesunden und ausdrucksvollen Umgang mit der eigenen Stimme.
In einer technisierten Welt des Konsums, der Reizüberflutung und der „Fast-Food-Kultur“ wundert es nicht, dass Eltern für ihre Kinder zunehmend nach Alternativen zum allgemeinen Zeitgeist suchen. Musik bietet sich als solch eine Alternative an, da sie Kinder auf eine vielfältige Weise anspricht, fordert und fördert.
Die Immanuel-Kant-Schule besitzt seit Jahrzehnten ein vielfältiges Musikleben. Das zeigen allein die musikalischen Arbeitsgemeinschaften – vier Chöre, ein Orchester, ein Juniororchester, zwei Bigbands, eine Brassband –  sowie eine Bläserklasse und eine Musikklasse (die sich jährlich abwechseln).

 

Konzept der Musikklasse

Die Schüler erhalten eine zusätzliche Musikstunde in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Außerdem ist die Musiklehrerin gleichzeitig Klassenlehrerin, so dass auch die Klassenleiterstunde für Musikunterricht zur Verfügung steht. Statt der normalen zwei Stunden werden die Schüler also insgesamt vier Stunden Musikunterricht erhalten. Neben dem schulischen Unterricht nehmen die Schüler auf privater Basis Instrumentalunterricht, z.B. in einer Musikschule.

Der Unterricht läuft grundsätzlich in drei Phasen ab. Während der ersten Wochen (etwa bis zu den Herbstferien) steht mit intensivem Singen die Bildung der Stimme und des Gehörs im Vordergrund, also die ursprünglichste Art zu musizieren überhaupt. Ziel sind der gesunde und sichere Umgang mit der Stimme („Ich kann nicht singen“? Gibt’s nicht!) und das Selbstvertrauen, auch einmal ein Lied allein vorzutragen.
Nach den Herbstferien steht das gemeinsame instrumentale Musizieren im Mittelpunkt des Unterrichts, nach dem Motto: Intensive Einzelbetreuung durch die Musikschule oder den Privatlehrer - Anwendung, Zusammenspiel und altersgerechte Gruppenbetreuung im vierstündigen Musikunterricht.
Daneben wird der in der Jahrgangsstufe 5 und 6 übliche Unterrichtsstoff behandelt und teilweise auch vertieft. 

 

 

Voraussetzungen

  • Das Kind muss entweder schon ein Instrument erlernen oder damit zu Beginn der 5. Klasse anfangen.
  • Der Unterricht und die Anschaffung bzw. die Miete des Instruments wird von den Eltern getragen. Finanzielle Hindernisse können ggf. von entsprechenden Organisationen aufgefangen werden (Rechtzeitig beantragen!).
  • Das Instrument muss für diesen Zweck geeignet sein (d.h. ein klassisches Orchesterinstrument).
    Folgende Instrumente gibt es in der Musikklasse: Geige, Bratsche, Cello,
    Kontrabass, E-Bass, Klarinette, Querflöte, Fagott, Trompete, Posaune, Akkordeon.
    Folgende Instrumente können in der Musikklasse nicht eingesetzt werden:
    Blockflöte, Saxophon, Gitarre, Keyboard, Klavier oder Schlagzeug. Kinder, die bereits eines dieser Instrumente spielen, müssten für die Musikklasse zusätzlich eins der hierfür vorgesehen Instrumente lernen.
    Die Schüler müssen während der Jahrgangsstufen 5 und 6 in der Klasse und bei ihrem Instrument bleiben. Begründete Ausnahmen sind denkbar, kamen aber bisher nicht vor. 
  • Die Schüler*innen nehmen ein Jahr lang am Chor (freitags 7. Stunde) oder an einer anderen Musik-AG der Schule teil.
  • Das regelmäßige Üben muss von Schüler*innen und Eltern als ernst zu nehmende Hausaufgabe verstanden werden.
  • Eine wichtige Voraussetzung ist die Bereitschaft, zweimal in der Woche sein Instrument – eventuell auch ein größeres (z.B. Cello) – mit zur Schule zu bringen.

Es ist bei manchen Instrumenten nicht leicht, sofort einen Unterrichtsplatz zu finden; in solchen Fällen gibt es so genannte Wartelisten. Daher lohnt es sich, sich frühzeitig um Instrumentalunterricht zu bemühen. Sagen Sie bei der Anmeldung in der städtischen Musikschule bitte dazu, dass Ihr Kind in die Musikklasse gehen wird. Da wir mit der Musikschule zusammenarbeiten, bekommt es dann bevorzugt einen Platz.

Da die Zahl der Anmeldungen wahrscheinlich höher als die Klassenstärke der Musikklasse sein wird, bitten wir jedoch um Verständnis, dass ein Platz in dieser Klasse nicht garantiert werden kann.